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DIE HÜTERINNEN DER DÄMMERUNG

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Eine Nacht im Heilthermen Resort aus anderer Perspektive.

Das warme Thermalwasser zieht ruhig seine Bahnen. Der Mond wirft sein Licht durch die Vorhänge auf die schlafenden Gäste. Das gesamte Heilthermen Resort schläft. Zumindest scheint es so.

In Wahrheit hat der neue Tag längst begonnen. Während die Gäste ruhen, sorgen rund um die Uhr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Sicherheit, Frühstück und Sauberkeit. Begleiten Sie uns durch eine Nacht im Thermenhotel – mit Saskia von der Nachtrezeption, Andrea aus der Frühstücksküche und Sonja von der Frühreinigung, stellvertretend für ein ganzes Team.

3.15 UHR

Saskia, Nachtrezeptionistin

Während die meisten Gäste noch schlafen, macht sich “Nighty” Saskia auf den Weg zu ihrer Runde. Sie kontrolliert die Eingänge, wirft einen Blick in die Tiefgarage und achtet darauf, dass alles seine Ordnung hat. Für Anliegen der Gäste ist sie rund um die Uhr da, sieben Tage die Woche. Ihre wichtigste Aufgabe? Dafür zu sorgen, dass die Nacht genauso ruhig bleibt, wie sie begonnen hat.

Wenn gegen drei Uhr morgens die Müdigkeit anklopft, geht sie kurz vor die Tür und betrachtet die Therme.

“In kühlen Herbstnächten oder klirrend kalten Winternächten schwebt weißer Dampf über dem warmen Thermalwasser. Alles ist still, nur die Lichter leuchten. Das ist einfach magisch.”

Es sind diese stillen Augenblicke, die sie an ihrer Arbeit besonders schätzt. Jede Nacht hat ihren eigenen Klang. Sie verschluckt den Lärm des Tages und macht selbst die leisesten Geräusche hörbar.

“Wenn plötzlich der Lift fährt, horche ich auf”, erzählt Saskia schmunzelnd. “Die meisten Gäste, die nachts unterwegs sind, nehmen nämlich die Stiegen.” Meist steckt nichts Besonderes dahinter. Dennoch geht sie jedem Geräusch nach, damit die Gäste ungestört weiterschlafen können.

3.45 UHR

Andrea, Frühstücksköchin

Während die Therme weiterhin ruht, kommt an den Personaleingängen Leben in den Tag. Andrea aus der Frühstücksküche kommt mit roten Wangen und ihren beiden Walkingstöcken aus der Dunkelheit herein. Wie jeden Tag hat sie die kurze Strecke von zu Hause zu Fuß zurückgelegt.

“Im Winter ist das manchmal eine Überwindung”, gibt sie offen zu. “Danach bin ich aber hellwach und bereit für die Arbeit.”

Wenn es sich ergibt, trinken Saskia und Andrea gemeinsam einen schnellen Kaffee – ein liebgewonnenes Ritual am Übergang zwischen Nacht und Tag. Dann bindet sich Andrea die Küchenschürze um, schaltet das Radio ein und fährt die Kombidämpfer hoch.

Auch die Küche erwacht langsam zum Leben. Teewasser zischt, Eier werden aufgeschlagen, der Speck brutzelt in der Pfanne. Mit jedem Handgriff sorgt Andrea für einen genussvollen Start in den Tag – auch wenn die meisten Gäste noch schlafen.

5.00 UHR

Sonja, Frühreinigung

Die Stille der Nacht weicht langsam den Geräuschen eines neuen Tages, auch wenn es draußen noch dunkel ist. Einzelne Frühaufsteher sind schon unterwegs und nutzen die Dunkelheit für einen Morgenspaziergang.

Leise rollt Sonja ihren Reinigungswagen durch die Gänge der Hoteltherme. Kein Klappern, keine Hektik, nur das sanfte Gleiten der Räder über den Boden. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Waltraud beginnt sie dort, wo Gäste später ganz selbstverständlich Sauberkeit erwarten: in den Sanitärbereichen, Saunen und Ruhezonen.

“Wenn die ersten Gäste kommen, soll alles wirken, als wäre es schon immer so gewesen.”

Genau darin liegt die Kunst ihrer Arbeit: nicht aufzufallen und dennoch überall Spuren zu hinterlassen – saubere, wohlgemerkt.

Besonders mag Sonja die Zeit kurz vor Sonnenaufgang, wenn sich die ersten Lichtstrahlen im Naturbadeteich der Hoteltherme spiegeln. Dann hält sie kurz inne und genießt den Moment, bevor sie mit einem Lächeln weitermacht.

7.15 UHR

Das Haus erwacht

Die Gänge füllen sich langsam mit Gästen. Für Saskia ist die Schicht längst zu Ende. Andrea wird bald die ersten Gäste mit Omelett und Spiegelei verwöhnen. Sonja richtet frische Handtücher, füllt Teewasser auf und wischt noch einmal dort, wo eigentlich kein Staubkorn mehr zu sehen ist.

Und die Gäste? Die wachen in einem Haus auf, in dem über Nacht alles an seinen Platz zurückgefunden hat. Ohne zu merken, dass jemand dafür um 3.15 Uhr aufgestanden ist.

WACHEN SIE SELBST SO AUF

Ein Morgen, an dem alles bereitsteht. Frisches Thermalwasser, stille Gänge, das erste Licht im Naturbadeteich. Sie müssen dafür nichts tun, außer da zu sein.