WAS HILFT GEGEN HERBSTBLUES?
Tschüss Sommer, hallo Herbst. Wie jedes Jahr ist es gar nicht so einfach, sich von lauen Abenden zu verabschieden und wieder an die dicke Jacke zu gewöhnen. Wenn es kalt, feucht und dunkel wird, meldet sich bei vielen der Herbstblues.
Gegen das saisonale Stimmungstief hilft vor allem eines: möglichst viel Tageslicht, regelmäßige Bewegung, eine Ernährung mit tryptophanreichen Lebensmitteln, wärmende Rituale und bewusste Erholung. Das klingt einfach, wirkt aber nur wenn es zur Gewohnheit wird. Wir zeigen Ihnen, was dahintersteckt und wie Sie die einzelnen Bausteine in Ihren Alltag bekommen.
Kurz gesagt: 6 Wege aus dem Herbstblues
- Licht tanken – täglich mindestens 30 Minuten nach draußen, auch bei Nebel
- Bewegen – Ausdauer hebt die Stimmung, sanfte Bewegung löst Verspannungen
- Bewusst essen – Nüsse, Bohnen, Pilze liefern Tryptophan, die Vorstufe von Serotonin
- Wärmen – Thermalwasser, Sauna und wärmende Gewürze gegen die Kälte, die unter die Haut kriecht
- Verwöhnen lassen – Massagen und Anwendungen bauen Stress und Erschöpfung ab
- Rhythmus halten – feste Schlafenszeiten stabilisieren den Hormonhaushalt
WAS IST DER HERBSTBLUES – UND WANN IST ES MEHR?
Der Herbstblues beschreibt ein vorübergehendes Stimmungstief in der dunklen Jahreszeit: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, mehr Appetit, weniger Lust auf alles. Das ist kein Zufall und keine Einbildung. Mit weniger Tageslicht verändert sich der Hormonhaushalt – der Körper schüttet mehr Melatonin aus und weniger Serotonin.
Die ausgeprägte Form davon ist „saisonal abhängige Depression“ (“seasonal affective disorder”, kurz SAD), ein anerkanntes Krankheitsbild, das jedes Jahr etwa zur selben Zeit auftritt und wieder abklingt. Der Unterschied liegt in der Dauer und Ausmaß: Ein Blues geht vorbei, wenn Sie an der frischen Luft waren. Eine saisonale Depression bleibt über Wochen und beeinträchtigt Alltag, Schlaf und Arbeitsfähigkeit.
EINFACHE TIPPS UND TRICKS HELFEN, SICH BESSER ZU FÜHLEN
JEDEN SONNENSTRAHL AUFSAUGEN
Der Lichtmangel macht dem Körper in dieser Zeit am meisten zu schaffen. Der Wechsel von viel Sonne zu wenig bringt den Hormonhaushalt durcheinander, und das wirkt sich unmittelbar auf die Stimmung aus.
Wer dem Herbstblues zuvorkommen will, sollte deshalb so viel Tageslicht wie möglich mitnehmen. Und zwar draußen: Selbst an trüben, nebligen Tagen ist es im Freien um ein Vielfaches heller als in Innenräumen – ein bewölkter Herbsttag bringt es auf mehrere tausend Lux, ein gut beleuchtetes Büro auf einige hundert. Fensterlicht zählt nur bedingt.
Ein Spaziergang in der Mittagspause reicht schon. Bei uns im Heilthermen Resort führen die drei Lebensquellen Naturwege über das rund vier Hektar große Naturareal – vorbei an Waldlichtungen, Aussichtspunkten und einer Weinlaube. Kurz genug für zwischendurch, lang genug, um den Kopf frei zu bekommen. Im Herbst kommt dazu, was den Weg besonders macht: Laub, Nebel über den Hügeln, Weingärten in Farbe.
Alltagstipp: Verlegen Sie ein Telefonat nach draußen. 20 Minuten Gehen im Tageslicht sind wirksamer als jede Kaffeepause am Schreibtisch.
BEWEGEN, BEWEGEN, BEWEGEN
Sich zu regelmäßigem Sport zu motivieren, ist unabhängig von der Jahreszeit nicht leicht. Und zugegeben: nach der Arbeit noch die Laufschuhe zu schnüren, ist nicht die gemütlichste Sache der Welt.
Trotzdem lohnt es sich. Regelmäßige Ausdauerbewegung wirkt nachweislich stimmungsaufhellend – sie ist in Studien eine der wirksamsten nicht-medikamentösen Maßnahmen bei leichten depressiven Verstimmungen. Wer seinen Körper bewegt, wird spürbar mit besserer Laune belohnt.
Dazu kommt ein zweiter Effekt, den man im Herbst unterschätzt: Wenn die Kälte unter die Haut kriecht, ziehen wir unwillkürlich die Schultern hoch. Die Folge sind Verspannungen im Nackenbereich. Sanfte Bewegung wie Yoga oder Schwimmen lockert verhärtete Muskeln und regt die Blutzirkulation an – ohne dass Sie sich überwinden müssen.
Besonders angenehm im Herbst: Bahnen ziehen im warmen Thermalwasser. Das Wasser trägt, die Gelenke werden entlastet, und die Wärme macht die Bewegung geschmeidiger als jedes Aufwärmprogramm an Land.
Tipp: Unser Wohlfühl- und Aktivprogramm ist die perfekte Kombination aus Bewegung und warmen Thermalwasser.
DAS GLÜCK MIT DER GABEL ESSEN
Auch eine bewusste Ernährung kann zum Serotonin-Haushalt beitragen. Lebensmittel wie Nüsse, Bohnen und Pilze enthalten die Aminosäure Tryptophan – die Vorstufe, aus der der Körper Serotonin bildet.
Ebenso gut durch den Herbst helfen Kräuter und wärmende Gewürze: Safran, Rosmarin, Ingwer, Anis und Johanniskraut haben eine wohltuende Wirkung, von innen wie von außen. Für die Haut empfehlen wir im Herbst unser Efeu-Zinnkrautöl mit steirischem Apfelsaft. Es regt den Stoffwechsel an, fördert die Durchblutung und stärkt das Bindegewebe.
In der Küche des Heilthermen Resorts finden Sie diese Zutaten ohnehin wieder – regionale Produkte aus der direkten Nachbarschaft, saisonal angedacht. Kürbis, Apfel, Kren und Nuss haben im steirischen Herbst Hochsaison.
WÄRME VON AUSSEN: THERMALWASSER & SAUNA
Im Herbst und Winter gibt es wenig Schöneres, als in warmen Wasser zu liegen, während es draußen grau ist. Und das zahlt nicht nur auf die Stimmung ein.
Laut der Heilwasseranalyse der Universität Graz unter Prof. Prim. Dr. Meinrad Lindschinger ist das Wasser der Heiltherme Waltersdorf nicht nur sehr mineralstoffhaltig, sondern auch besonders weich. Über seinen optimalen pH-Wert übt es durch thermische, physikalische und chemische Reize eine positive Tiefenwirkung auf den Organismus aus – unter anderem beim Abbau von Stress und Erschöpfung.
Dazu kommt die Sauna. Der Wechsel aus Hitze und Abkühlung trainiert die Gefäße und ist im Herbst ein guter Begleiter durch die Erkältungssaison. In den beiden Thermen des Resorts stehen Ihnen dafür 14 Saunen zur Verfügung – von der Waldsauna mit Panoramafenster bis zur neuen Aufguss-Sauna in der öffentlichen Heiltherme.
SICH VERWÖHNEN LASSEN
Was sonst noch gegen schlechte Laune hilft: sich selbst etwas Gutes tun, ohne Gegenleistung.
Im Spa des Heilthermen Resorts verbinden wir traditionelles steirisches Wissen mit regionalen Naturprodukten. Im Herbst besonders beliebt ist die Magische 8 Massage – warmes steirisches Kürbiskernöl, langsame Griffe, danach kein Termin. Wer den Herbstblues bekämpfen will, sollte genau das einplanen: nicht als Belohnung für etwas, sondern einfach so.
RHYTHMUS HALTEN
Ein Punkt, der meistens vergessen wird – Regelmäßigkeit. Weil es morgens dunkel bleibt, verschiebt sich der Schlafrhythmus, wir stehen später auf, gehen später ins Bett und der Hormonhaushalt gerät noch mehr durcheinander.
Feste Aufsteh- und Schlafenszeiten sind deshalb einer der wirksamsten Hebel überhaupt. Und ein Ortswechsel hilft, sie neu zu justieren: Ein paar Tage, an denen der Tag mit Bewegung im Freien beginnt und mit warmem Thermalwasser endet, sortieren mehr, als man erwartet.