THERMALWASSER IST NICHT GLEICH THERMALWASSER
Warum heißt die Heiltherme eigentlich Heiltherme? Was steckt im Thermalwasser? Wie wirkt es auf den Körper? Und spielt es eine Rolle, mit wie viel Grad das Wasser aus der Erde kommt?
Was ist der Unterschied zwischen Thermalwasser und Heilwasser?
Thermalwasser ist Grundwasser, das aus der Tiefe mit einer natürlich erhöhten Temperatur an die Oberfläche kommt. Heilwasser ist Wasser, dessen gesundheitsfördernde Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen und behördlich anerkannt wurde. Nicht jedes Thermalwasser ist also ein Heilwasser – und genau darin liegt der Unterschied.
Das Bad Waltersdorfer Thermalwasser erfüllt beides: Es ist warm, weil es aus großer Tiefe kommt und es ist von der Steiermärkischen Landesregierung als Heilvorkommen anerkannt. Deshalb trägt die Heiltherme ihren Namen mit großem Stolz.
WAS IST IM THERMALWASSER ENTHALTEN?
Das Wasser ist laut Heilwasseranalyse der Universität Graz eine Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Therme hypotonischer Konzentration. Was das bedeutet:
- Natrium, Hydrogencarbonat und Chlorid sind die Mineralstoffe, die das Wasser prägen. Sie bestimmen seinen Charakter und seine Wirkung auf Haut und Körper.
- Hypotonisch heißt: Das Wasser enthält weniger gelöste Stoffe als die Körperflüssigkeiten. Es ist dadurch besonders mild und hautverträglich.
- Weich ist es außerdem – mit einem pH-Wert, den die Analyse als optimal beschreibt.
Über thermische, physikalische und chemische Reize übt das Wasser laut Analyse eine positive Tiefenwirkung auf den Organismus aus.
Wie wirkt Thermalwasser auf den Körper?
Baden ist nicht nur entspannend, sondern auch gesund. Eine Thermalwasserstudie von der Medizinischen Universität Graz hat die Wirkung des Bad Waltersdorfer Wassers untersucht – und dabei zwei Arten von Ergebnissen geliefert.
Beides zusammen erklärt, warum sich ein Thermentag anders anfühlt als ein Nachmittag im Schwimmbad: Die Wärme entspannt die Muskulatur, der Auftrieb entlastet die Gelenke und die Mineralstoffe wirken auf die Haut.
Messbar: Bei den Testpersonen sank der Cortisolspiegel deutlich. Cortisol gilt als zentraler Stressmarker. Das Bad im Thermalwasser senkt Stress also nicht nur gefühlt, sondern auch messbar.
Teilnehmende berichten: Die Testpersonen gaben an, dass ihnen das Baden auf Gesundheit und Nerven besonders guttut, dass sich die Haut besser anfühlt, Muskeln und Bindegewebe straffer wirken und sie sich insgesamt widerstandsfähiger fühlen.
MACHT DIE QUELLTEMPERATUR EINEN UNTERSCHIED?
Ja, und zwar einen großen. In vielen Thermen muss das Thermalwasser erst aufgeheizt werden, bevor man darin baden kann. In Bad Waltersdorf ist es umgekehrt: Das Wasser kommt mit 62 °C aus der Erde und wird auf angenehme Badetemperaturen zwischen 29° und 36 °C abgekühlt.
Das hat zwei Vorteile. Erstens baden Sie in quellfrischem Wasser, das nicht künstlich erwärmt wurde. Zweitens wird die überschüssige Wärme nicht verschwendet sondern genutzt.
Vom Badewasser zur Heizung: Energie aus der Tiefe
Das heiße Wasser ist in Bad Waltersdorf auch Energiequelle. Mehrere öffentliche Gebäude im Ort werden über Fernwärme aus dem Thermalwasser versorgt. Auch die Warmwasserbereitung und Wärmeversorgung des Heilthermen Resorts werden über das Thermalwasser sichergestellt.
Seit 2013 geht das Resort einen Schritt weiter: Dank einer eigens entwickelten Wärmepumpen-Nutzung heizt es ohne Heizöl. Das spart jährlich rund 261 Tonnen CO². Für diese Pionierarbeit wurde die Heiltherme mit dem ENERGY GLOBE Styria Award ausgezeichnet.
WO SIE DAS THERMALWASSER ERLEBEN
Im Heilthermen Resort Bad Waltersdorf speist das Heilwasser zwei Thermen: die öffentliche Heiltherme mit neun Thermalwasser-Becken und die Hoteltherme exklusiv für Hotelgäste mit vier Thermalwasser-Pools und dem Naturbadeteich mit integriertem Thermalpool. Hotelgäste nutzen beide Thermen, auch am An- und Abreisetag ganztägig.
TIPP: Wer das Wasser ohne Übernachtung erleben möchte, kann einen Thermentag in der Heiltherme oder ein Day Spa mit beiden Thermen buchen.