Serie „Hinter den Kulissen“, Teil 1

Im Quellenhotel Heiltherme Bad Waltersdorf entstehen aus heimischen Heilkräutern wertvolle Pflegeprodukte. Um die Gäste zu verwöhnen, werden diese handgefertigten Produkte tagtäglich genutzt, etwa in der TSM®-Gesundheitsoase für Massagen oder Körperbehandlungen. Kräuterpädagogin Silvia Stumpf berichtet im ersten Teil unserer Serie „Hinter den Kulissen“, wie diese wertvollen Naturschätze von der Wiese direkt auf unsere Haut gelangen.

Rund um den 24. Juni – dem Johannistag – machen sich Silvia Stumpf und ihre Kolleg:innen aus der TSM®-Gesundheitsoase des Quellenhotels Heiltherme Bad Waltersdorf auf die Suche nach einer begehrten Pflanze: dem Johanniskraut. Ein Blick hinter die Kulissen verrät, wie aus heimischen Gewächsen hausgemachte Körperöle hergestellt werden.

Ende Juni, wenn die Sonne ihre größte Strahlkraft entfaltet, hat das Johanniskraut Saison. Die diplomierte Kräuterpädagogin Silvia Stumpf fertigt aus den kleinen, gelben Blüten ein wohltuendes Öl, das in der Traditionell Steirischen Medizin® der Heiltherme angewendet wird. Das Johanniskraut gedeiht auf Streuobstwiesen rund um das Quellenhotel Bad Waltersdorf. Doch die Allermeisten würden diese wertvollen Pflanzen übersehen. „Viele wissen gar nicht mehr, was bei uns auf den Wiesen wächst und blüht oder welche Heilkräfte die Pflanzen haben“, sagt die Fachfrau. Regelmäßig bietet sie für die Gäste des Quellenhotels Kräuterwanderungen an und konnte so schon so manche Wissenslücke schließen. In der TSM®-Gesundheitsoase der Heiltherme ist Silvia Stumpf als diplomierte Kräuterpädagogin die Expertin um das Wissen der Heilkräuter. Fachkundig nutzt sie dieses in der „Traditionell Steirischen Medizin® – kurz TSM® genannt.

Aus gelben Blüten wird ein blutrotes Öl
Die handgemachten Öle, Tinkturen, Balsame und Seifen haben Tradition im Quellenhotel Bad Waltersdorf. „Soweit möglich ernten wir die Kräuter selbst“, berichtet Silvia Stumpf. Die hausgemachten Körperöle der TSM® werden zu 100 Prozent von den Mitarbeiter:innen der TSM®-Gesundheitsoase hergestellt. Etwa das Johanniskrautöl, das Honig-Kräuteröl, das Lavendelöl, das Zinnkrautöl und das Kürbisöl. „Beim Johanniskrautöl zum Beispiel werden die gelben Blüten in kaltgepresstem Olivenöl angesetzt und ziehen rund einen Monat lang“, erklärt die Kräuterpädagogin. Nach vier Wochen wird das inzwischen blutrot verfärbte Öl abgeseiht. Die charakteristische Farbe bekommt das Johanniskrautöl durch den Inhaltsstoff Hypericin. Dieser wirkt stimmungsaufhellend, weshalb dieses Öl in der TSM® besonders in der kalten Jahreszeit Anwendung findet.

Regionalität bei der Wahl der TSM®-Kräuter
Die genauen Mischverhältnisse bei der Herstellung der TSM®-Produkte bleiben natürlich das Geheimnis von Silvia Stumpf. Es hat viel mit Erfahrung zu tun, soviel sei verraten. Bei der Entwicklung experimentiert die Fachfrau immer wieder aufs Neue. Bei der Kräuterstempelmassage zum Beispiel war ihr ganz wichtig, den Duft des Waldes einzufangen. „Natürlich gab es anfangs das eine oder andere Hoppala, wenn etwa der Balsam zu schnell oder zu langsam fest wurde“, sagt die routinierte Expertin. Ihre aktuelle Kreation ist ein wohlriechendes, fluffiges Lavendelmousse. Denn der Sommer im Quellenhotel Heiltherme Bad Waltersdorf steht ganz im Zeichen des violetten Duftwunders. Diesen bezieht das Quellenhotel auch aus der Region. Das ist Silvia Stumpf und ihrem Team ganz wichtig: „Regionalität hat bei der Wahl der TSM®-Kräuter oberste Priorität“.

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