Wo die Energiespar-Ideen nur so sprudeln

Nachhaltigkeit weiter gedacht

Für immer mehr Menschen ist das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Prämisse ihres Handelns – beginnend beim täglichen Einkauf, über größere Investitionen bis zur Veranlagung in nachhaltige Fonds wird heute stärker auf eine soziale und ökologische Verträglichkeit geachtet. Und dieses Denken spielt natürlich auch bei der Planung des nächsten Urlaubs eine immer wichtigere Rolle.

Nachhaltigkeit kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und beschreibt den Gedanken, nicht mehr Bäume zu fällen, als in einem bestimmten Zeitraum auch nachwachsen können. Auch in der Heiltherme Bad Waltersdorf ist man stets darauf bedacht, sein nachhaltiges Handeln auf weitere Bereiche auszudehnen bzw. Gewohntes zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. Die letzten Monate wurden daher genutzt, um Neuerungen zu planen, zu testen und schließlich umzusetzen. 4 Millionen Euro wurden im Quellenhotel in eine groß angelegte Weiterentwicklung investiert, durch die ein völlig neues „Ankommens-Gefühl“ für die Gäste geschaffen wurde. So wurden die Rezeption, Bar und Lobby neu gestaltet – die Umsetzung erfolgte fast zur Gänze mit Firmenpartnern aus der Region. Auch Investitionen in die Nachhaltigkeit spielten dabei eine zentrale Rolle.

So weit geht Nachhaltigkeit im Quellenhotel und der Heiltherme Bad Waltersdorf. Man hört nie auf, sich weiterzuentwickeln und sucht nach neuen Möglichkeiten das Hotel und somit den Urlaub für unsere Gäste noch nachhaltiger zu gestalten. “Wir sehen das fast ein bisschen als Challenge: Wie können wir unseren ökologischen Fußabdruck noch weiter verbessern, wo geht noch was?“, beschreibt Gernot Deutsch, Geschäftsführer der Heiltherme Bad Waltersdorf, die Motivation dahinter.

Ökologische Reinigungsmittel - hygienisch und umweltfreundlich

In den letzten Monaten wurden alle Reinigungsbereiche sukzessive analysiert und überall wo möglich chemische Reinigungsmittel durch ökologische Alternativen ersetzt. Es gibt zwar nach wie vor Vorurteile, dass ökologische Reinigungsmittel weniger gründlich sind, dies konnte mittlerweile aber durch viele Studien widerlegt werden. „Wir waren teilweise selbst überrascht, wie sich selbst schwere Verschmutzungen ohne Chemie entfernen lassen. Selbstverständlich erfüllen wir damit höchste Hygiene-Standards, das überprüfen wir laufend“, verweist Gerhard Kornschober – der zuständige Experte für die Hygiene & Reinigung im Haus – auf das engmaschige Kontrollsystem.

Gesünderes Arbeiten

Dass nachhaltige Reinigungsmittel besser für die Umwelt sind, da auf schädliche Chemikalien verzichtet wird, liegt auf der Hand. „Es geht aber auch um die Gesundheit der Mitarbeiter“, betont Kornschober. Eine Studie der Universität Bergen zeigt etwa, dass sich chemische Reinigungsmittel bei häufiger Verwendung so schädlich auswirken wie das tägliche Rauchen von einer Schachtel Zigaretten über 20 Jahre hinweg.

Strom aus Sonnenenergie & Schwallwassernutzung

Ein weiterer Bereich, in dem laufend optimiert wird, ist die Energiegewinnung. Schon in den 80er-Jahren hat die Heiltherme Bad Waltersdorf mit der ersten Geothermie-Heizung Europas Pioniergeist bewiesen. Seit 2013 ist eine weltweit einzigartige Heilthermenkaskade im Einsatz, dank der die gesamte Anlage nun emissionsfrei beheizt werden kann.

Nun setzt man verstärkt bei der Stromerzeugung an, erläutert Thermenleiter Erich Weinzettl: „Seit 1. Mai 2021 ist unsere neue Photovoltaikanlage am Parkdeck mit 160 kWp im Betrieb, in wenigen Wochen kommt noch eine zweite Anlage am Dach der TSM®-Gesundheitsoase mit 130 kWp dazu. Damit können wir rund 300.000 kW Strom im Jahr erzeugen und ca. 145.000 kg/Jahr CO2 einsparen.“ Das ist ungefähr so viel, wie 90 mit Diesel betriebene Autos pro Jahr emittieren (bei 10.000 gefahrenen Kilometern). Für die Zukunft ist geplant, die Anlage noch zu erweitern.

2014 gewann man mit dem Projekt „Schwallwassernutzung“ (Teil der Heilthermenkaskade) einen Energy Globe Styria Award. Die alternative Energiezentrale ermöglicht es, auch das abfließende Thermalwasser, das Schwallwasser, optimal zu nutzen. Eine Wärmepumpe entzieht dem verbrauchten Wasser, die Restwärme und produziert daraus rund 800kw Wärme zum Beheizen der gesamten Heiltherme, TSM®-Gesundheitsoase, des Quellenhotels und der Quellenoase. Das „entwärmte“ Wasser fließt sauber und abgekühlt in den Safenbach und somit in den Kreislauf der Natur zurück.

E-Mobilität & regionale Kulinarik

Die Liste an Maßnahmen, die die Heiltherme Bad Waltersdorf setzt, um täglich noch nachhaltiger zu werden, ist lang.

So gibt es schon seit längerem die Möglichkeit, E-Autos an den dafür eingerichteten E-Tankstellen zu tanken.

Die Gäste haben weiters die Möglichkeit, sich E-Bikes stunden- oder tageweise auszuborgen, um so vielleicht auch für Zuhause auf den Geschmack der E-Mobilität zu kommen.

Auch in der Kulinarik kann man Nachhaltigkeit beweisen. Aufgrund der kurzen Lieferwege, die durch die Zusammenarbeit mit den Produzenten aus der direkten Nachbarschaft entstehen, wird bei der TSM®-Kulinarik zusätzlich erhöhter CO2-Ausstoß vermieden.

Unsere hauseigene Wäscherei

Zu guter Letzt noch ein Punkt, der gerade im Bereich Hotellerie einen wesentlichen Unterschied machen kann – die hauseigene Wäscherei!

Durch unsere hauseigene Wäscherei vermeiden die MitarbeiterInnen des Quellenhotels Heiltherme Bad Waltersdorf die tägliche Lieferung von Mietwäsche durch zahlreiche LKWs. Auch so kann Nachhaltigkeit unterstützt werden.