3 Koordinationsübungen von Sportwissenschafter Bernd Haas

Fit zu sein bedeutet nicht nur eine Menge Kraft oder eine gute Ausdauer zu haben. Vollständige körperliche Leistungsfähigkeit umfasst die oft übersehenen Komponenten Beweglichkeit und Koordination. Mag. Bernd Haas zeigt in diesem Beitrag drei verschiedene Koordinationsübungen für jeden Tag.

Wer koordinativ fit ist, kann Bewegungen, die ein zielgerichtetes schnelles Handeln erfordern, präzise, harmonisch und ökonomisch umsetzen. Bei der Fähigkeit der Koordination geht es um Komponenten wie z.B. Gleichgewichtssinn, Orientierung oder Reaktion.

Koordination ist die Grundvoraussetzung dafür, Bewegungen richtig und mit möglichst wenig Energieverbrauch auszuführen. Egal ob im Bereich der Rehabilitation oder zur allgemeinen Verbesserung koordinativer Fähigkeiten ist es entscheidend, dass der Gleichgewichtssinn funktioniert und ausreichend muskuläre Stabilisationsfähigkeit gegeben ist.

Durchführung Koordinationstraining

Wer vor hat, Koordinationsübungen in sein Training einzubauen, sollte dies nach Möglichkeit immer zu Beginn des Workouts, aber spätestens nach dem Warm-Up einplanen. Es sollten noch keinerlei Anzeichen für Ermüdung bestehen. Anders als beim sonst üblichen Training gibt es zunächst keine starren Wiederholungsvorgaben oder Haltezeiten. Man richtet sich vielmehr nach dem eigenen Belastungsempfinden. Die Gesamtdauer eines Koordinationstrainings sollte sich im Rahmen von 10 bis maximal 20 Minuten bewegen. Wem die gewöhnlichen Koordinationsübungen zu einfach werden, der kann zusätzlich versuchen, dabei die Augen zu schließen – eine echte Herausforderung.

Übung 1: Gegenlaufendes Armkreisen

Im sicheren hüftbreiten Stand werden gleichzeitig der rechte Arm nach vorne und der linke Arm nach hinten gekreist. Nach etwa 8 Wiederholungen findet ein Wechsel statt. Was im stabilen zweibeinigen Stand sicher für die meisten kein Problem darstellt, kann im Einbeinstand oder mit einer instabilen Unterlage schon ganz anders aussehen.

Übung 2: Einbeiniges Stehen

Im Wechsel wird je ein Bein nach dem anderen angehoben und angewinkelt während das andere Bein für Stabilität und Balance sorgt. 60 Sekunden sollte man speziell bei dieser Übung durchaus in der Lage sein, sich auf einem Bein zu halten. Fortgeschrittene bedienen sich wieder der Ausführung mit geschlossenen Augen während der Übung oder stellen sich z.B. auf ein Wackelbrett oder eine zusammen gerollten Matte.

Übung 3: Der „Baum im Wind“

Interessant für das Gleichgewicht und die Fuß-Sensorik ist diese Koordinationsübung, bei der im stabilen Stand der Körper in einer geraden Linie so weit wie möglich nach vorne, nach hinten und zu den Seiten geneigt wird, ohne ihn dabei abzuknicken. Es geht hier um das Thema Gewichtsverlagerung, bei der die Bewegung nur aus dem Fußgelenk kommt. Auch diese Übung ist mit geschlossenen Augen um ein Vielfaches schwieriger.

Don‘t dream of it, train for it

Seit fast 20 Jahren ist Bernd Haas im Sportbereich tätig. „Für mich ist beim Sport immer der Gesundheitsaspekt im Mittelpunkt gestanden.“ Bernd hat eine Ausbildung zum Gewerblichen Masseur absolviert, danach Sportwissenschaften studiert und in Therapiezentren und Fitnessstudios sein Wissen weitergegeben. Seit 2016 ist er als Gesundheitstrainer und OPTIMUM® Coach in der Heiltherme Bad Waltersdorf tätig und leitet dort erfolgreich die TSM®-Gesundheitsoase. 

umfangreich & vielfältig

Gesundheitsprogramm der Heiltherme Quellenhotel Bad Waltersdorf